Die Welt der Kommunikation hat in den letzten Jahren große Veränderungen gesehen. Videokonferenztechnik und Telepräsenz hat es Menschen nicht nur ermöglicht, über weite Distanzen hinweg zu reden, sondern auch mit diesen aktiv per Video zu interagieren. Videokonferenzen erlauben unterschiedliche Vorzüge für unterschiedliche Menschen. Unternehmen nutzen diese Technik für Sitzungen und Geschäfts-Meetings, die Öffentlichkeit verwendet sie, um mit Familie und Freunden, die eventuell im Ausland leben, in Verbindung zu beleiben und die Internet Gaming Welt wiederum nutzt eine Form von Videokonferenztechnik, um online in Echtzeit Videospiele miteinander zu spielen. Allerdings kann Videokonferenztechnik auch dazu verwendet werden, um die Bildung in den Schulen zu verbessern. Wie könnten Schüler von dem Einsatz von Videokonferenzen im Schulalltag profitieren?
Wie könnte dies aussehen?
Im Bildungswesen können sowohl Lehrende, Forscher, Schüler, Studenten und das Verwaltungspersonal von der Videokonferenztechnik profitieren. Der heutige Stand dieser Technik erlaubt eine Übertragung von lebensechten Bildern und Ton, was für ein realitätsnahes Kommunikationserlebnis sorgt. Im Schulbetrieb könnte die Videokonferenztechnik beispielsweise dazu genutzt werden, einen regelmäßigen Schüleraustausch zwischen Schülern verschiedener Länder zu ermöglichen. Dies fördert nicht nur die jeweilige Fremdsprache, sondern auch das Verständnis für unterschiedliche Kulturen sowie eine größere Offenheit und Toleranz.
Für Forscher und Studenten erleichtern Videokonferenzlösungen es, Experten in anderen Ländern zu treffen, ohne die eigene Universität verlassen zu müssen. Gastredner können so auf einfache Weise zu Vorlesungen eingeladen werden und darüber hinaus Podiumsdiskussionen mit Experten aus aller Welt geführt werden. Da dieser Interaktionen häufig nicht am gegenseitigen Interesse, sondern an Reisekosten und Zeitproblemen scheitern, bietet die Videokonferenztechnik hier eine geeignete Lösung für Probleme dieser Art.
Außerdem erlaubt die Videokonferenztechnik die Aufzeichnung von Vorlesungen und Unterrichtsstunden, diese könnten daraufhin später per Streaming live abgespielt werden. Somit können Studenten und Schüler Vorlesungs- bzw. Unterrichtsinhalte auch im Nachhinein noch einmal durcharbeitet und sich diese dabei mehrmals ansehen. Zudem können mithilfe von Videokonferenzlösungen räumliche Engpässe an Universitäten bewältigt werden. Sollten die Räumlichkeiten der Universität für die Anzahl der Studenten zu klein sein, kann bei einer großen Vorlesung, diese gleichzeitig in verschiedenen Seminarräumen oder Auditorien übertragen werden.
Herausforderungen
Wie bei vielen anderen neuen Ideen ist der Nutzen von Videokonferenzlösungen nicht zwingend problemfrei. Unabhängig von dem Fortschritt der Videokonferenztechnik wird diese nie die Intimität einer direkten Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler oder Dozent und Student ersetzen. Eine Lehrsituation ohne direkten Kontakt kann von Schülern wie Studenten schnell ausgenutzt werden und deren Aufmerksamkeit einschränken. Dies wiederum würde den Bildungserfolg verringern.
Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass
Videokonferenzen nicht die alleinige Lösung sind, um alle Problematiken des Bildungsalltags zu lösen. Dennoch kann deren Vorteil als unterstützendes Medium für den Unterricht an Schulen und Universitäten nicht außer Acht gelassen werden.