Die wissenschaftlichen und empirischen Daten und Feststellungen, die zu der Thematik der Organisationsentwicklung gemacht werden, sowie Theorien zu Unternehmensführung und Umstrukturierungen sind auch für viele Nichtakademiker, die sich ansonsten nicht so sehr für wissenschaftliche Befunde interessieren, durchaus relevant. Es existiert eine Unmenge von Literatur zu diesem Thema – und das nicht ganz ohne Grund. Eine Firma ist niemals vollständig entwickelt. Der Markt verändert sich andauernd, Konkurrenten setzen neue Impulse, wirtschaftliche Zusammenhänge und Umstände verändern sich, ja ganze Branchen können in kurzer Zeit bedeutungslos werden, während sich andauernd neue Nischen auftun.
Gerade in der Papierindustrie stellt man das derzeit exemplarisch fest. Durch das forcierte Aufkommen der digitalen Medien und der gezielten Digitalisierung von Printmedien gerät eine ganze Branche in Bredouille. Was lernt man daraus? Nur das, was man eigentlich immer schon weiß oder zumindest ahnt: Veränderungen gehören zum Leben dazu, und insbesondere zum Geschäftsleben. Eine Firma, die sich nicht anpassen kann oder will, wird nicht lange überleben. Die Frage, ob, wann und wie man Veränderungen in einer Firma managt, spielt deshalb für viele Führungskräfte eine große Rolle. Der Fachterminus dafür lautet Change Management.
Change Management bedeutet die kontrollierte und nach fundierten Erkenntnissen und Vorgaben durchgeführte strukturelle Veränderung einer Firma, ihrer Organisation und ihrer Arbeitsprozesse. Es gibt sogar Führungskräfte, die speziell für das Change Management ausgebildet sind.