In Berlin ist nun – Ende März – auch endlich der Frühling angekommen. Zeit das Fahrrad wieder fit zu machen und die stressfreie Art der Fortbewegung wieder in Gang zu bringen. Dass das Fahrrad den anderen Verkehrsmitteln in der Stadt in vielen Belangen überlegen ist, habe ich in einem Selbstversuch getestet. Meine tägliche Fahrt geht von
Kreuzberg nach Mitte. Das sind ca. 12 Kilometer für eine Strecke. Neben dem Fahrrad bieten sich auch die öffentlichen Verkehrsmittel und das Auto an. Bei den öffentlichen bietet die U-Bahn eine gute Verbindung an. Ich muss ca. 5 Minuten zur nächsten Station laufen und in Mitte dann nochmals 7 – 10 Minuten ins Büro laufen. Die Taktfrequenz der Bahn liegt tagsüber bei 4 Minuten, was natürlich ein extrem guter Wert ist. Hierdurch werden die Wartezeiten auf dem U-Bahnhof erheblich verkürzt. Die eigentliche Fahrtzeit beträgt ca. 14 Minuten. Insgesamt werden für eine Strecke damit zwischen 30 und 35 Minuten benötigt.
Bei der Benutzung des Autos komme ich auf ähnliche Zeiten. Der Weg zum Auto schlägt mit ca. 3 Minuten zu buche. Die Fahrtzeit – je nach Verkehrslage – beträgt ca. 25 Minuten. Wobei die Parkplatzsuche in Mitte gerne auch mal 5 Minuten verschlingt. Alles in allem bin ich mit dem Auto etwas langsamer unterwegs. Ein möglicher Stressfaktor ist der morgendliche Berufsverkehr und die chronisch roten Ampeln in Berlin.
Setz ich mich morgens auf mein Rad, dann fallen die Zeiten zum Bahnhof oder zum Auto natürlich weg. Die Radwege auf dieser Strecke sind gut ausgebaut, so dass gefährliche Streckenabschnitte auf denen man gegen stärkere Verkehrsteilnehmer „kämpfen“ muss weg. Ein weiterer Vorteil sind die Abkürzungen über die Museumsinsel die anderen Verkehrsmitteln nicht gestattet sind. Bei gemütlicher Fahrt – bitte nicht ins Schwitzen kommen – steh ich genau nach 23 Minuten vor dem Büro. Zeitlich ist das Fahrrad somit auf jeden Fall der Gewinner. Bewegung am morgen schadet auch nie, das radeln hilft bestens beim aufwachen und fit werden für den Tag. Sub-optimal wird es, wenn statt Sonnenschein auch mal der Regen kommt. Dann heißt es auf das Auto oder die Bahn umsteigen. Preislich liegt das
Fahrrad sehr weit vorne, da neben den Anschaffungskosten keine weiteren Kosten berechnet werden müssen. In Berlin gehört zu den Anschaffungskosten auf jeden Fall ein – besser zwei – Fahrradschlösser.