Neben dem Hauptbestandteil moderner Reifen (z.B.
Winterreifen 205 60 r16), dem Gummi aus dem Naturstoff Kautschuk, sind noch einige andere Materialien bei der Herstellung von maßgebender Wichtigkeit.
Hier sind die Materialien Nylon, Rayon und Polyester zu nennen. Ebenso wird bei einigen Reifenmodellen ein gewobenes metallisches Netz in die Karkasse eingelassen. Dieses gibt dem Reifen eine hohe Widerstandskraft bei auftretenden Scherkräften, welche bei schnell gefahrenen Kurven vorkommen. Da das Gummi beziehungsweise der Kautschuk für den Reifen von Natur aus nicht die nötige Verarbeitungscharakteristik aufweist um dauerhaft den intensiven Belastungen stand zu halten, ist die Zugabe von Chemikalien erforderlich. Sie geben dem Gummi, welches nach dem Vorwalzen in langen Platten zur Weiterverarbeitung bereitsteht einige zusätzliche Eigenschaften, welche je nach Art des Reifens für unterschiedliche Charakteristiken sorgen.
Hierbei sind die Mischungen der Chemikalien bestens gehütete Geheimnisse. Ebenso sind die Temperaturen und die Druckverhältnisse bei der Herstellung des Grundmaterials streng vertraulich. Dies ist mit ein Grund dafür warum hauseigene Chemiker bei namhaften Reifenherstellern meist nicht die Marke wechseln.
Geschäftsgeheimnisse sind in den Händen der Konkurrenten ein gewaltiger Nachteil, da man sich verdeutlichen sollte, dass in die Erforschung neuer Gummimischungen nicht unerhebliche Summen investiert werden. Langjährige Erfahrungen in der Produktion und ebenso in der Forschung sind daher durch kaum einen anderen Faktor ersetzbar.