In der Porzellanherstellung unterscheidet man zwischen Weich-und Hartporzellan.
Hartporzellan wird “hart“bzw. „heiss“ gebrannt, das heißt die Temperatur im Brennofen ist höher als bei der Produktion des Weichporzellans. Während bei Weichporzellan lediglich ein Temperatur von höchstens 1350 °C erreicht wird, liegt die Brandtemperatur bei Hartporzellan zwischen 1350°C bis 1460°C. Zusätzlich enthält dieses Porzellan mehr Kaolin.
Mit einem Gehalt von 47% bis 66% liegt dieser wesentlich höher als bei weichen Porzellanarten.
Aufgrund dessen zeichnen sich Hartporzellanvarianten durch höhere Schlagfestigkeit und Verschleißbeständigkeit aus, die bei der serienmäßigen Herstellung von Gewerbeporzellanen großen Anklang findet. Feuerfeste Porzellane sind Hart-Porzellane und werden auch von bekannten Marken, wie Thomas bzw. der Firma
Rosenthal vertrieben.
Die enthaltenen Rohstoffe, wie Quarz, Feldspat, Kaolin, Ton und Kreide werden intensiv vermahlen und gemischt. Nach einer Absiebung und zusätzlichen Reinigungsschritte werden entweder die Weiterverarbeitungen zum Drehen von Tellern und Tassen oder zum Gießen von Kannen und Dosen eingeleitet.
Zum Drehen wird der Masse Wasser und Luft entzogen. Damit erreicht man eine sehr formbare Porzellanmasse, mit der man auch kleine Details optimal herausarbeiten kann.
Zum Gießen benötigt man eine eher Sahneähnliche Konsistenz, die man unter Zugabe von Wasser und anderen Verdünnern erreicht.
Nach der Formgebung müssen die Porzellanteile trocknen, bevor sie den ersten Glühbrand durchlaufen. Dann erfolgt die Porzellanglasur. Die zu glasierenden Teile werden kurz in der Suspension geschwenkt. Nach einer kurzen Trocknungsphase erfolgt der Glattbrand bei ca. 1400°C.
Weitere Dekorationselemente wie die Farbgebung durch Malen und Spritzen erfolgt erst jetzt und erhält durch einen abschließenden Dekorbrand die erforderliche Festigkeit
Bekannte Hartporzellan-Manufakturen sind die Porzellanfabriken in Meißen.