Wem ist es noch nicht passiert, man fährt und ist etwas Gedankenverloren und wenn man auf den Tacho schaut, ist man doch um einiges zu schnell gefahren. Sicher hält es sich meist im Rahmen und doch passiert es täglich, dass auf Grund solcher Vergehen Führerscheine entzogen werden. Auch Ampeln haben Ihre Tücken, wie oft denkt man, wenn ich jetzt Gas gebe, dann schaffe ich es noch bevor die Ampel auf Rot umspringt, aber auch hier wird sehr schnell der Führerschein entzogen, wenn man sich einmal verschätzt. Oft sind es aber auch Kleinigkeiten, die unbewusst begangen werden, die den Bußgeldkatalog auf die Tagesordnung rufen. Besonders heftig ist dies für Fahranfänger, da hier eine Nachschulung droht und natürlich eine Verlängerung der Probezeit. Es gibt inzwischen Fälle, die ihren Führerschein seit 10 Jahren auf Probe haben. Wenn der
Bußgeldkatalog zuschlägt ist zumindest immer eine Geldstrafe fällig, diese sind in den letzten Jahren auch angehoben worden und so kann Unaufmerksamkeit sehr teuer werden. In mittelschweren Fällen, werden zusätzlich Punkte in Flensburg kassiert. Diese minimieren sich zwar jedes Jahr, doch nur wenn in dem Jahr keine neuen dazugekommen sind. Durch dieses Punktesystem kann es auch bei vielen kleineren Delikten mit der Zeit zu einem Führerscheinentzug auf Zeit kommen. Auch sind die Gerichte bei Vergehen im Straßenverkehr strenger geworden, so wird auch immer häufiger der Führerschein bei Berufskraftfahrern eingezogen für einen Monat oder länger. Dies kann die Lebensgrundlage empfindlich ins Wanken bringen. Ob diese ganzen Maßnahmen nun wirklich zu einer Erziehung des Autofahrers führen, sei dahin gestellt. Die Vergehen passieren ja nicht mit Vorsatz, sondern einfach aus Schussligkeit und Unaufmerksamkeit. Schließlich kann sich kaum ein Autofahrer davon freisprechen, sich nicht schon einmal selbst erwischt zu haben bei dunkelorange über die Ampel gefahren zu sein oder mal ein paar km/h zu viel auf dem Tacho entdeckt zu haben.