Der Neuwagenabsatz ist dieses Jahr erheblich ins Stocken geraten. Vielen Vertragshändlern geht es schlecht, da dieses Jahr rund 400.000 Neuwagen weniger verkauft wurden als im Vorjahr. Der Absatz wird in 2007 bei rund 3,2 Millinonen Neuzulassungen liegen. Viele davon sind Tageszulassungen die dann mit großem
Neuwagen Rabatt in den Markt gedrückt werden. Die Hersteller sehen derzeit wohl keinen anderen Ausweg ihre Modelle beim Kunde abzusetzen. Was den Kunden freut, bringt den Handel und die Hersteller zur Verzweiflung. Warum sitzen die Deutschen so auf ihrem Geld? Der private Konsum im Neuwagenberich scheint geradezu eingebrochen. Nun viele Käufer haben den Kauf eines Neuwagens wegen der Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte noch in 2006 getätigt. Andererseits halten die Deutschen traditionell ihr Geld zusammen wenn sie Zukunftsängste haben. Der konjunkturelle Aufschwung scheint bei den meisten Bundesbürgern noch nicht angekommen. deshalb sind auch nur wenige beriet ein neues Auto zu kaufen.
Auf der IAA gab glücklicherweise jeder vierte Besucher an sich in naher Zukunft einen Neuwagen zulegen zu wollen, so dass für das nächste Jahr mit einem Ende der Kaufzurückhaltung zu rechnen ist. Die Hersteller von Autos können also aufatmen. Die Zeit des Neuwagen Rabatt scheint bald vorüber und die Margen werden wieder steigen. Autohändler von VW Neuwagen, Opel Neuwagen und anderer Marken können demnach in 2008 mit deutlich höheren Absatzzahlen rechnen. Die Werkstatt wird auch wieder stärker ausgelastet sein, da auch hier gespart wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Konjunktur stark bleibt und die aufgestellten Prognosen der Wirtschaftsinstitute eintreten.
Zurzeit können die Hersteller die Absatzschwäche im Inland mit guten Absatzzahlen im Ausland wettmachen. Würde der Weltabsatz aber auch sinken, könnte die deutsche Autoindustrie in erhebliche Schwierigkeiten kommen. Vielleicht ist es Zeit auch bei den Deutschen Autoherstellern umzudenken und weniger auf Luxuskarossen zu setzen sondern mehr auf umweltverträglicher und verbrauchsarmere Modelle. Mit dieser Strategie können die Hersteller einer Absatzkrise sicherlich entgehen und würden ihrer Vorreiterrolle in der Spitzentechnologie gerecht.