Immer wieder ist es eine spannende Herausforderung, mit Printprodukten besondere Aufmerksamkeit zu erzielen. Auffällige Veredelungen oder ausgefallene Weiterverarbeitung können da hilfreich sein. Nicht jeden Tag sieht man 6-seitige Flyer mit Fensterfalz. Bei dieser Variante eines Parallelfalzes werden die beiden äußeren Seiten nach innen gefalzt. Das Besondere an dieser Falzart: Die Botschaft wird ähnlich wie bei einem Fenster mit zwei Klappen verschlossen, denn durch das Falzen entstehen Klappen, die man wie Fensterläden öffnen kann. Die zentrale Seite dahinter bietet viel Platz für ansprechend gestaltete Kernaussagen, die Seiten rechts und links übernehmen Rahmenfunktionen, hier können ergänzende und weiterführende Informationen stehen. Auch für die Gestaltung interessant ist der Überraschungseffekt, der sich durch die Aufklapp-Funktion ergibt. Ein Hingucker ist außerdem ein durchgängiges Motiv über beide Klappen. Das schöne: Die Fensterfalz-Flyer können sowohl im
Digitaldruck als auch im Offsetdruck produziert werden, und die Wahl des Materials ist außerordentlich groß: Es eignen sich Papiere mit einer Grammatur von 80 bis zu 250 g/qm, und auch hinsichtlich der Formate gibt es kaum Einschränkungen. Viele Druckereien bieten diese Flyer bis zu einem Endformat von DIN A4, also offen 419 x 297 mm, an. Kleiner und handlicher ist dagegen das Endformat DIN A5, offen 295 x 210 mm.
Achtung! Nicht zu verwechseln mit dem Fensterfalz ist der Altarfalz. Beim 6-seitigen Fensterfalz werden die beiden äußeren Seiten nach innen gefalzt, es handelt sich also um einen Parallelfalz mit 6 Seiten. Ein zusätzlicher Bruch in der Bogenmitte ergibt den achtseitigen Altarfalz. Dieser wird auch geschlossener Fensterfalz genannt. Es ergeben sich also insgesamt acht gleich große Seiten.
Josephine Hufnagel