Die Entwicklung des
Automobils begann eigentlich schon vor 4000 Jahren mit der Erfindung des Rads. Schon die alten Griechen nutzten mit Muskelkraft betriebene Belagerungstürme. Selbstfahrend und nicht schienengebunden waren jedoch erst die mit einer Dampfmaschine angetriebenen Dampfwagen im 18. Jahrhundert.
Lange Zeit beherrschte das dampfgetriebenen Automobil die Straßen. Dampfgetriebene Autobusse wurden Mitte des 19. Jahrhunderts in England eingesetzt. Das
Auto im eigentlichen Sinne wurde jedoch in Deutschland im ausgehenden 19. Jahrhundert erfunden. Karl Benz reichte 1886 das Patent für ein Fahrzeug mit Gasmotorenantrieb ein. Ein Jahr später entwickelte Gottlieb Daimler unabhängig davon den motorgetriebenen Kutschenwagen. 1906 wurde auf der Autombilausstellung in der Berlin der Mercedes Simplex vorgestellt. Dabei handelte es sich um ein Fahrzeug, das die Motorkraft über eine Kurbelwelle auf die Antriebsachse übertrug. Dieses Grundprinzip ist bis heute in den meisten Automobilen erhalten geblieben. Um die Jahrhundertwende existierten nebeneinander Fahrzeuge mit Dampf,- Elektro- und Benzinantrieb.
Im 20. Jahrhundert wurden die Automobile immer mehr verfeinert. Aus den ehemals unkomfortablen Kutschenwagen entstanden Luxuslimosinen mit allem erdenklichen Komfort. Auch die Leistung der Motoren wurde stetig verbessert. Geschwindigkeiten von 200 oder 300 Stundenkilometer waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts keine Seltenheit mehr. Doch mit der Massenautomobilisierung wuchs auch die Zahl der Verkehrsunfälle. Diese überstieg in Deutschland in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts schnell die 10000er Marke. Jetzt lenkten die Automobilbauer ihr Augenmerk verstärkt auf die aktive und passive Sicherheit der Fahrzeuge. Den Anfang machte der Sicherheitsgurt gefolgt vom automatischen Antiblockiersystem (ABS) bis hin zum Airbag. Die Ölkrise mit den autofreien Sonntagen machten deutlich, dass auch der Spritverbrauch der Automobile gesenkt werden musste. Auf diesem Entwicklungsschritt befinden die Automobilbauer sich heute. Das Drei-Liter-Auto soll in Zukunft keine Vision mehr sein. Gleichzeitg wird nach Alternativen zum Antrieb mit fossilen Brennstoffen gesucht.