Jahr für Jahr erholen sich Millionen Touristen im Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern an der Küste der Ostsee. Das Baltische Meer, wie die Ostsee auch genannt wird, ist bei Urlaubern aller Altersgruppen sehr beliebt. Ein wesentlicher Grund dafür ist die relative Nähe zum Wohnort. Darüber hinaus ist Ostseeurlaub so beliebt, weil das Meeresklima sehr gesund ist und die herrlichen langen sauberen weißen Strände zum Relaxen einladen.
Das Relaxen an den Stränden und das erfrischende Bad in der Ostsee ist wohl die beliebteste Tätigkeit der Urlauber in dieser Urlaubsregion. Eine weitere Beschäftigung ist eher nicht so sportlich, macht jedoch ebenso viel Spaß: Die Suche nach dem Gold der Ostsee - dem Bernstein.
Der gelbfarbene Bernstein, der zwar weltweit vorkommt jedoch in der Ostsee am häufigsten zu finden ist, wird seit jeher als Schmuckstein verwendet. Bernstein ist ein bereits mehrere Millionen Jahre altes Naturprodukt - versteinertes Kiefernharz.
Der älteste bekannte Schmuckstein wurde in der Vergangenheit gerne auch zu großen Kunstobjekten verarbeitet. So z. B. ließ Kaiser Friedrich Wilhelm I. ein ganzes Zimmer mit Bernstein auskleiden. Dieses machte dann 1716 dem Zar Peter dem Großen zum Geschenk. Das Bernsteinzimmer wurde dann im Katharinenpalast bei Sankt Petersburg eingebaut. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde es durch die Deutsche Wehrmacht ausgebaut und abtransportiert. Seither gilt das Bernsteinzimmer als verschollen.
Die Geschichte dieses Kunstwerkes, es wurden zahlreiche Bücher darüber geschrieben, hat sicher auch dazu beigetragen, dass im Urlaub an der Ostsee fast jeder nach Bernstein Ausschau hält. Oft sieht man Leute zielgerichtet mit gesenktem Blick am Strand entlang wandern. Abends wird dann in der
Ferien-Unterkunft das »Beutegut« des Tages ausgebreitet und gesichtet. Häufig finden sich dann zwischen Muscheln und anderen Mitbringseln auch kleine Bernsteinstücke, die jedoch eher einen symbolischen Wert haben.