Viele glauben, die Geschichte des Wonderbras begann 1994, doch tatsächlich existierte das Urmodell bereits 1961. Es wurde von der Designerin Louise Poirier für die Wäschefirma Canadian Lady entwickelt.
Doch zu Weltruhm gelangte der Wonderbra erst, als der Großkonzern Sara Lee die Lizenz erwarb und den Namen Wonderbra als Markennamen etablierte. Dazu wurden aufwendige Werbekampagnen gestartet und Eva Herzigova zur Miss Wonderbra gekürt.
Man setzte recht unverhohlen auf das Aufsehen, das ein verführerisches Dekolleté erzeugt. Und tatsächlich lösten die Plakate, die zuerst auf dem New Yorker Times Square ausgestellt wurden, einen regelrechten Hype aus. Recht bald trat der
Wonderbra dann seinen Siegeszug um die Welt an und mit ihm ein Markenname, der zum Synonym für einen völlig neuen BH-Typus wurde, dem Push-up BH.
Das besondere ist die Schnittführung. Die Körbchen sind sehr fest gearbeitet und teilweise noch mit Stäbchen verstärkt. Sie haben weite Ausschnitte und an den Außenseiten halbmond-förmige Polsterungen. Durch das speziell gearbeitete Brustband und die Träger können die Körbchen nicht verrutschen. Die Brüste werden angehoben und nach innen gedrückt, wodurch der „Wonderbra-Effekt“ entsteht, das heißt der Eindruck eines üppigen Dekolletés.
Der Effekt wird durch die Größe der Polster noch verstärkt. In den USA gibt es deshalb Wonderbras mit drei verschiedenen Push-up-Graden. Da zu viel Polsterung aber auch unbequem werden kann, gibt es in vielen Modellen Kissen, die herausgenommen werden können. So ist der Wonderbra am Tage bequemer und unauffälliger als des Abends.
Da in der heutigen Mode die Dekolletés nicht nur üppig, sondern auch tief sein müssen, hat Wonderbra die Transparent-Line entwickelt. Dabei sind die Stege zwischen den Cups aus durchsichtigem Kunststoff. So ist der BH unter tief dekolltierten Kleidern nahezu unsichtbar, genauso wie Frauen es wünschen.