Der Tabak der beliebten
Shisha besteht aus einer anderen Konsistenz als der gewöhnliche Tabak. Weil er bis zu 40 Prozent aus Feuchthaltemitteln besteht, ist er teigartig, teilweise klebrig. Somit entsteht ein Konflikt mit den Merkmalen der gültigen deutschen Tabakverordnung von 1977. Im Hinblick auf die Qualität von Tabak, darf Rauchtabak nur höchstens fünf Prozent Feuchthaltemittel enthalten. Seit 2004 unterbindet der Zoll die Einfuhr von Tabak, welcher gegen diese Richtlinien verstößt. Die ausländische Tabakindustrie reagierte mit der Herstellung eines speziellen Tabaks für den deutschen Markt. Dieser wird somit in Deutschland angeboten. Einige Raucher nutzen Glycerin aus der Apotheke, um den Tabak nachträglich zu befeuchten. Auch Melasse wird genutzt. Bestimmte Geschäfte bieten dies zum Verkauf. Auch über das Internet wird der Interessierte fündig. Die Befeuchtung bringt in den meisten Fällen nicht die gleiche Qualität wie arabischer Tabak, der schon bei der Herstellung mit Feuchthaltemitteln gemischt wird.
Der weltweite Marktführer ist die ägyptische Firma Nakhla Tobacco. Seit 1913 produziert sie Shisha-Tabak. Dieser wird in über 85 Länder exportiert. Bekannte weitere Tabakhersteller sind Al Fakher, Serbetli und Soex. Insgesamt haben sich mittlerweile 30 Produktionsfirmen auf aromatisierten Shisha Tabak spezialisiert.
Die verwendete Wasserpfeifenkohle wird Fahma genannt. Meist wird reine Holzkohle für die Nutzung der Shisha eingesetzt. Auf Zusätze, wie z.B. Petroleum, wird in der Regel verzichtet.
Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden. Eine davon sind selbstzündende Kohletabletten. Sie weisen geringe Mengen Schwarzpulver oder Magnesium auf. Sie können daher unter Zuhilfenahme eines Feuerzeugs sehr leicht entzündet werden. Je nach Beschaffenheit glühen die Kohletabletten zwischen 30 und 90 Minuten. Diese Tabletten sind in der Regel einheitlich und besitzen einen Durchmesser von 33 bis 40 Millimeter.