Einen Gebrauchtwagen zu kaufen, ist nicht so einfach, wie das Erwerben einer Tüte Milch oder einer Packung Gummibärchen. Bei den letzteren beiden Produkten ist ein klarer Qualitätsnachweis angegeben, und man kann sich auf diesen berufen, wenn die Ware nicht genau dieser Qualität entspricht.
Beim
Gebrauchtwagen ist jedoch alles anders. Hier gibt es keine Vorgaben, man kann Unfallwagen verkaufen wie auch Autos, die gerade mal ein paar Tage alt sind.
Es gibt keine Grundvoraussetzungen wie Kilometerstand oder Beschaffenheit des Autos, wie zum Beispiel Rostflecken oder Ähnliches. Deshalb heißt es gerade beim Kauf eines gebrauchten Wagens die Augen und die Ohren sehr sehr weit aufzumachen.
Wer ist der Händler, der das Fahrzeug anbietet? Habe ich ein Rückgaberecht? Ist der Kilometerzähler vielleicht manuell verändert worden? Sind Rost an Stellen, wo es eventuell zu Problemen bei der Überprüfung des TÜV kommen kann? Kann der Verkäufer den Fahrzeugbrief vorweisen? Übernimmt er vor der Übergabe des Wagens die Abmeldung des Kennzeichens?
All dies sind wichtige Punkte, die einen vor einem bösen Erwachen nach dem Kauf bewahren können. Wichtig ist auch zu beachten: Entspricht das Fahrzeug den vorgegebenen oder schon gekannten zukünftigen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung und des Umweltschutzes? Gerade in Bezug auf den Feinstaub ist es wichtig, hierauf zu achten, um nicht hinterher ein Fahrzeug zu haben, dass man in bestimmten Bereichen gar nicht mehr fahren darf.
Am besten ist es immer, sich einen Automechaniker zu suchen, der sich auskennt mit dieser Art des Fahrzeugs. Das erste Urteil kann da schon sehr viel bedeuten. Was nützt denn zum Beispiel ein schönes Auto, wenn es von unten total verrostet ist? Laien übersehen bestimmte wichtige Details gerne, wenn ihnen ein Fahrzeug gefällt, ein fachkundiger Berater an der Seite kann jedoch viel zukünftigen Ärger ersparen.