Rauchen am Arbeitsplatz kann eine große Konfliktquelle sein.
Das neue Nichtrauchergesetz macht es öffentlich: Raucher haben heute in der Öffentlichkeit einen schweren Stand. Rauchen am Arbeitsplatz ist schon seit längerer Zeit ein Thema und gleichzeitig eine Quelle der Konflikte zwischen Nichtrauchern und Rauchern. Noch vor wenigen Jahren war das Rauchen an Arbeitsplätzen wie in Büros oder Produktionshallen gang und gäbe. Viele nicht rauchende Kollegen fühlten sich durch den blauen Dunst belästigt und in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt. Neben der persönlichen Belästigung der Kollegen sind rauchende Mitarbeiter auch ein wirtschaftlicher Faktor, welcher sich stark auf die Produktivität auswirkt. Deshalb gibt es in vielen Betrieben, auch in
NRW, schon seit vielen Jahren interne Raucherregelungen. In den meisten Büros darf am Arbeitsplatz nicht geraucht werden, sondern nur noch in speziell ausgewiesenen Raucherzonen.
Manchmal müssen Raucher für eine Zigarettenpause aus- und nach der Pause wieder anstempeln. So versucht man einen Ausgleich zwischen der Arbeitsleistung von Nichtrauchern und Rauchern zu schaffen. Die eingerichteten Raucherzonen werden bewusst nach draußen verlegt um die Zigarettenpausen nicht noch mehr auszudehnen. Doch es gibt auch Firmen, welche versuchen einen anderen Weg zu gehen. Häufig wird schon im Text der Stellenangebote darauf hingewiesen, dass Nichtraucher erwünschte Mitarbeiter sind. Doch anstatt die rauchenden Mitarbeiter zu bestrafen, durch Arbeitszeitkürzungen oder ungemütliche Raucherzonen, wird versucht die nicht rauchenden Mitarbeiter zu belohnen. So bekommen diese einfach ein bisschen mehr Gehalt ausgezahlt. Manche Arbeitgeber zahlen relativ hohe Prämien, wenn ein Mitarbeiter mit dem Rauchen aufhört. So wird nicht nur gezeigt, dass man sich um die Gesundheit der Mitarbeiter sorgt, sondern auch die Produktivität gesteigert.
Sandra Müller