Rhodonit und Rhodochrosit und Rhodonit sind zwei rote Edelsteine, die man in
Schmuck recht selten findet. Trotzdem sind sie interessant und beachtenswert.
Der Rhodochrosit, mit rosaroter bis braunroter Farbe auftretend, hat den Namen nach den girechischen Worten „rhodon“ (= Rose) und „chroma“ (= Farbe) erhalten. Er ist glasig glänzend und durchsichtig oder durchscheinend. Er ist nur selten einfarbig, sondern tritt fast immer gebändert in mehreren Farbtönen auf. Diese Bänderung erweckt einen ähnlichen Eindruck wie die Jahresringe bei Bäumen und kommt durch die stalagmitische Entstehung zustande.
Die Indianer in Argentinien kannten diesen Edelstein schon im 13. Jahrhundert und gaben ihm den Namen „Rose der Inkas“. In mehreren Museen kann man aus Rhodochrosit hergestellte Schmuckgegenstände früherer Zeiten bewundern. In einer Edelsteinqualität, die unseren Ansprüchen genügt, wurde der Stein erst 1938 entdeckt. Er kommt sind in metamorphen Gesteinen im Harz sowie in Siebenbürgen (Rumänien), in Spanien, in Frankreich, in den USA und in Argentinien vor.
Obwohl er nur die geringe Mohs-Härte von 3,5 bis 4 besitzt, kann man den Rhodochrosit nicht nur zum Cabochon schleifen, sondern ihn auch in Facetten- und Tafelschliff bearbeiten. Durch diese verschiedenen Schliffmöglichkeiten und die interessante Bänderung ergeben sich in Schmuckstücken sehr schöne Effekte und Farbspiele. Besonders beliebt ist der himbeerfarbene Ton des Steins.
Vor Stoß sollte man den Stein schützen, da er recht spröde ist. Gereinigt werden darf auf keinen Fall mit Ultraschall oder Dampf, sondern nur mit Seifenwasser.
Auch der Name des Rhodonit geht auf das giechische „rhodon“ = Rose zurück. Er tritt rosafarben, himbeerrot, rotbraun oder schwarz auf, kann durchsichtig oder auch undurchsichtig sein, ist glasglänzend mit Perlmuttglanz an den Spaltflächen und weist oft auch Mangandendrite auf, das sind schwarze Adern aus Manganoxid. In metamorphen Gesteinen und Manganlagerstätten oder Tongesteinen kann man Rhodonit finden.
Sarkophage, aus Rhodonit hergestellt, kennt man schon aus dem Altertum, aber auch verschiedene Schmuckgegenstände. In Moskau im Museum kann man eine Vase, aus massivem Rhodonit gefertigt mit einem Gewicht von 200 Kilogramm wiegt, bewundern. Im 16. Jahrhundert wurde der Edelstein als Stein des Glücks und der Freude verehrt.
Der Edelstein hat eine Härte von 5,5 bis 6,5 nach Mohs und lässt nicht nur den Cabochon, sondern auch Facettenschliff zu. So kann er relativ vielseitig in Schmuckstücken angeboten werden, ist aber relativ selten zu sehen. Kunstgewerbliche Gegenstände aus Rhodonit findet man gelegentlich. In Russland verarbeitet man Rhodonit zu Wandverkleidungen.
Rhodonit ist ziemlich empfindlich gegen jede Art von mechanischer Belastung und gegen Wärme. Er zerfällt In Feuer. Zur Reinigung sollte man kein Seifenwasser, sondern möglichst nur klares Wasser verwenden.