Die Idee, mechanische Uhren zu entwickeln, die man mit sich tragen kann, um auch unterwegs und zu jeder Zeit und an jedem Ort zu wissen, wie spät es ist, ist nicht so neu, wie mancher glauben mag. Schon im 16. Jahrhundert (und möglicherweise sogar früher) gab es transportable mechanische Uhren, die so genannten Taschenuhren.
Diese Entwicklung wurde möglich, als die Zugfeder erfunden wurde. Von diesem Schritt ab war es nicht mehr weit, irgendwann auch Uhren zu entwickeln, wie wir sie heute kennen: Als Armbanduhren. Uhren also, die man nicht mehr an einer Kette befestigt in einer Tasche der Jacke oder Weste aufbewahrt, sondern die wie ein Armband um das Handgelenk befestigt immer und zu jeder Zeit schnell ablesbar sind und gleichzeitig auch einen schmückenden Wert haben.
Armbanduhren gehören heute als Gebrauchsgegenstände zum alltäglichen Leben dazu wie Telefone, Autos oder Fernsehapparate. Nur dass ihre Grundtechnologie prinzipiell schon früher bekannt war und erfunden wurde.
Die Funktionsweise von
Armbanduhren kann dabei in ganz groben Umrissen wie folgt erklärt werden: Das mechanische Uhrwerk aus Rädchen und Federn muss angetrieben werden, das geschieht durch eine so genannte Unruh. Dieser Unruh schwingt und sendet damit Schwingungen aus, die in unterschiedlichen Frequenzen, meist zwischen 2,5 und 5 Hz, liegen können.
Durch die von der Unruh ausgesendeten Schwingungen wird durch verschiedene Übertragungen über verschiedene Rädchen das Federhaus der Uhr aufgezogen, wodurch im Endeffekt wiederum die Zeiger der Uhr angetrieben werden.
Der Antrieb der Unruhe kann verschiedentlich erfolgen, bei einer Automatikuhr geschieht das zum Beispiel durch die Schwerkraft und das Ausnutzen des Trägheitsmomentes, die Unruh ist hier ein halbkreisförmiger Schwingkörper, der den Selbstaufzug des Federhauses bewirkt.