Laminate sind so genannte Schichtpressstoffe, das heißt Kunststoffe, die in einem Pressverfahren oder auch Klebverfahren so fest miteinander verbunden werden, dass wiederum quasi ein neues Material entsteht, dass auch eigenständig verarbeitet werden kann und durch die Art und Weise der Herstellung den verwendeten Materialien neue Eigenschaften verleiht (zum Beispiel mehr Stabilität). Wir kennen heute Laminat vor allem als einen Fußbodenbelag, der ähnlich wie ein Parkett aussieht, aber eigentlich ein Kunststoff ist, der mit einer Folie beklebt wird, damit er aussieht wie echtes Holz. Damit kann Laminat teilweise täuschend echt einen Holzfußboden nachahmen. Die Eigenschaften des Holzes bringt das Laminat natürlich nicht mit. Dafür ist die „künstliche“ Lösung aber auch wesentlich günstiger als ein echter Parkett und kann somit auch in Haushalten genutzt werden, die sich keinen Parkettboden leisten könnten. Das Wort
Laminat stammt übrigens aus dem Lateinischen, wo lamina mit „Schicht“ übersetzt werden kann. Das ursprüngliche Wort (der oben schon erwähnte Terminus „Schichtpressstoff“) konnte sich nicht durchsetzen oder nicht lange halten, Laminat hat sich heute als das hauptsächlich genutzt Wort für Schichtpressstoffe etabliert, wobei wir hier eben nicht nur von Fußböden sprechen. Schichtpressstoffe werden auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt. So gibt es zum Beispiel Hartpapierschichtstoffe, Hartpappeschichtstoffe oder auch Hartgewebeplatten, die dann als Isoliermaterial genutzt werden. Auch Glasfasermatten oder Glasseidengewebe sind den Laminaten zugehörig. Mit Schichtpressstoffen werden auch Bänke in Freilichtstadien hergestellt (die so genannten Sitzschalen) oder aber auch Schulmöbel wie Bänke und Stühle, hergestellt. Für Laminate gibt es noch viel mehr Einsatzbereiche, aber der bekannteste ist wie gesagt wahrscheinlich der Fußbodenbelag, der auch den Namen des Laminats bekommen hat.